Aufstehen für Freiheit und Menschenrechte – Demokratisch wählen!

15.03.2026 / Pfarrer Pfarrer Guido Hepke 

Vielleicht haben Sie diese Postkarte auch schon gesehen. Bei uns in der Schlosskirche liegen sie aus: Aufstehen für Freiheit und Menschenrechte. Aufstehen für Menschenwürde und Demokratie. Das sind alles kleine Aufkleber – hier vorne auf der Karte.


Ich kann damit ein kleines Statement setzen: Auf meiner Handyhülle oder dem Kalender. Sogar an einer Ampel habe ich die kleinen Aufkleber schon gesehen.
Die evangelischen Kirchen und die katholischen Bistümer in Hessen rufen mit dieser Aktion vor der Kommunalwahl auf: „Gehen Sie wählen! Stärken Sie mit Ihrer Stimme die Demokratie!“ – So heißt es in einem gemeinsamen Schreiben der Kirchenleitungen.


Ich zitiere weiter: „Indem Sie wählen, übernehmen Sie Verantwortung – für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für eine lebendige, widerstandsfähige Demokratie.“
Was in einer Demokratie an Gutem möglich ist, das wird gerade auf der Ebene der Kommunalpolitik deutlich. Denn die Entscheidungen, die hier getroffen werden, sie betreffen alle Bürgerinnen und Bürger direkt.


Populistische Floskeln helfen nicht weiter bei den Themen vor Ort. Lügen und selbstgebastelte Alternativen zur Wahrheit erst recht nicht. Basis ist das wechselseitige Vertrauen – und das Wissen: Gemeinsam geht immer mehr.


Man kennt sich. Man weiß, was er oder sie gemacht hat. Wo er oder sie sich eingesetzt hat. Durch das Kumulieren oder Panachieren wird das Wählen zwar etwas komplizierter. Aber jeder Wähler/ jede Wählerin hat die Möglichkeit, so in besonderer Weise Vertrauen auszusprechen.


Mir hilft bei meiner Wahlentscheidung die Empfehlung der großen christlichen Kirchen: „Prüfen Sie (…) sorgfältig, ob Programme von Parteien und öffentliche Äußerungen von Kandidierenden die Würde jedes Menschen achten, den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und ein friedliches sowie gerechtes Miteinander fördern.“


In diesem Sinne: Stehen wir gemeinsam auf für Vielfalt und für Offenheit. Für Zusammenhalt und Versöhnung. Setzen wir an diesem Wochenende gemeinsam ein starkes Zeichen für Menschenwürde und Demokratie.