Turbulenzen

08.02.2026 / Prädikantin Benita Brügmann, Evangelische Kirchengemeinde Weilburg

Turbulenzen Wisst ihr, wie es sich anfühlt, wenn man in einem Flugzeug sitzt, dass in Turbulenzen gerät? Das Flugzeug sackt ab. Ich spüre es ganz deutlich in meinem Innern. Mich beunruhigt das sehr. 

Was unternimmt nun ein Pilot, wenn er in Turbulenzen gerät? Erhöht er die Geschwindigkeit? Nein, das tut er nicht. Die Piloten drosseln die Geschwindigkeit, behalten den Kurs bei und konzentrieren sich auf das Wesentliche. 

Ich überlege, wie ist es in meinem Leben, wenn Turbulenzen auf mich zu kommen? Ich habe schon einen vollen Terminkalender, aber kurzfristig muss ich noch einen wichtigen Termin wahrnehmen. Ach da ist ja noch eine Lücke, prima. Erst kürzlich habe ich unvorhersehbare Turbulenzen in meiner Familie erlebt. Jemand wurde krank. Mehrere Untersuchungen bei Ärzten standen an. Trotz meines vollen Terminkalenders habe ich auch das noch unter bekommen. Zusätzlich kam die Sorge um den Patienten dazu. 

Von den Piloten lerne ich: Gerade in turbulenten Zeiten ist es gut, die Geschwindigkeit zu drosseln. 

Ich versuche mich auf das wesentliche zu besinnen. Das führt mich unweigerlich zu Gott. Die Beziehung zu Gott ist mir wichtig. 

Jesus sagte einmal: “Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken.“ 

Mir hilft es, mit Gott zu sprechen. Ihm vorzubringen, was gerade alles los ist. Ich gehe in den Wald. Hier bekomme ich den Kopf frei, kann Energie tanken und Frieden spüren. 

Um unsere Beziehung zu Gott zu festigen, müssen wir etwas Zeit mit ihm verbringen. Drosseln wir bei Turbulenzen unsere Geschwindigkeit.