Ein Abend voller nachdenklicher Impulse, persönlicher Erfahrungen und musikalischer Zwischentöne: Zur Lesung aus ihrem Buch Auf dem Weg in den Ruhestand war die Autorin Britta Laubvogel zu Gast im Evangelisches Dekanat an der Lahn. Besucherinnen und Besucher waren in den Sitzungssaal gekommen, um sich mit der Frage zu beschäftigen, wie der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand gelingen kann.
Begrüßt wurden die Gäste von Pfarrer Joachim Naurath, der die Autorin schon seit längerer Zeit kennt. Er freue sich, dass er sie für eine Lesung im Dekanat gewinnen werden konnte, betonte Naurath in seiner Einführung.
Laubvogel nahm ihr Publikum mit auf eine gedankliche Reise durch die verschiedenen Phasen des Übergangs in den Ruhestand. Sie sprach über das Loslassen vom Berufsleben, über die Zeit „auf der Brücke“ zwischen alter und neuer Lebensphase sowie über das Ankommen im Ruhestand. Dabei stellte sie auch unterschiedliche „Ruhestandstypen“ vor und zeigte Bilder verschiedener Brücken – als Symbol für den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt.
Musikalisch begleitet wurde die Lesung von Harald Opitz, der mit Improvisationen am Klavier die gelesenen Passagen aufnahm und weiterführte. So untermalte er etwa den bekannten Schlager „Mit 66 Jahren“ musikalisch und griff die Gedanken des Abends auf. Die Musik schuf immer wieder kleine Atempausen, in denen die Zuhörenden das Gehörte nachklingen lassen und eigene Gedanken dazu entwickeln konnten.
Die Atmosphäre war offen und lebendig. Die Gäste nutzten im Anschluss die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und Fragen zu stellen. Auch das Buch der Autorin konnte vor Ort erworben und signiert werden.
Der Abend im Dekanat zeigte eindrücklich: Der Ruhestand ist nicht nur ein Ende, sondern kann auch ein neuer Anfang sein – ein Übergang, der Zeit zum Nachdenken, zum Austausch und zur bewussten Gestaltung des eigenen Lebens eröffnet.
Britta Laubvogel, Jahrgang 1957, ist studierte Sozialpädagogin und war bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2022 als Bildungsreferentin im Evangelischen Dekanat Wetterau tätig. Heute arbeitet sie unter anderem als Referentin zu Bildungsthemen, als geistliche Begleiterin und bietet Seminare zum Übergang in den Ruhestand an. Außerdem begleitet sie regelmäßig Pilgergruppen. Bereits 2012 veröffentlichte sie das Buch „Wenn die Liebe Trauer“ trägt, in dem sie den frühen Tod ihres Mannes verarbeitet.
In ihrer Freizeit wandert, reist und radelt sie gerne, besucht Ausstellungen oder vertieft sich in Bücher und Filme.