Einstieg mit Abendmahl
Einige von ihnen nahmen bereits um 18 Uhr am Abendmahlsgottesdienst in Falkenbach teil, den Pfarrer Martin Frölich zusammen mit Pfarrer Joachim Naurath gestaltete. Start der Pilgertour, die unter dem Motto der diesjährigen Fastenaktion stand „Mit Gefühl – ohne Härte“, war die Ev. Kirche in Weinbach. Zur Einstimmung erklang das Lied von Wolf Biermann „Du lass dich nicht verhärten“. Pfarrerin Christine Lindemann schickte dann die 25 Männer mit der Frage auf den Weg, ob die alten Rollenbilder von den „echten, harten Kerlen“ noch prägend seien.
Impulse in Aulenhausen
An der zweiten Station in der Alten Schule Aulenhausen erinnerte Pfarrer Fuchs an König Salomo, der in Israel für seine Weisheit bekannt war. Dessen Demut sei der Gegenentwurf zu den Machthabern unserer Tage und sein Gebet mit der Bitte „Gib mir ein hörendes Herz“ könne Männer heute dazu anregen, die Gefühle und Sorgen ihrer Mitmenschen wahrzunehmen. Auf dem Waldstück nach Blessenbach, vorbei an den Windrädern, bis zur Grillhütte der freiwilligen Feuerwehr hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit, in einer Zeit der Stille über die eigene Lebensgeschichte nachzudenken.
Austausch und besondere Momente
Der anschließende Austausch darüber war sehr spannend, sodass das „Teilen und Hören“ ganz unmittelbar eingeübt wurde. Für eine halbe Stunde zeigte sich der Vollmond am Himmel – jedes Mal ein Höhepunkt bei den Pilgerwanderungen an Gründonnerstag! In der Ev. Kirche Blessenbach angekommen, stand zur Überraschung der Gruppe ein kleiner Snack der Kirchengemeinde bereit: Herzlichen Dank für dieses schöne Zeichen! Udo Dienst und Michael Klement vom Vorbereitungsteam erinnerten in ihrem Impuls an Jesus, der im Garten Gethsemane in Angst und Sorge war und seine „Verletzlichkeit“ mit den Jüngern teilte. Wie bei den anderen Stationen sang die Gruppe je eine Strophe des Liedes „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“.
Ziel in Elkerhausen
Auf dem Weg durchs Weinbachtal lag dann die Ev. Kirche Elkerhausen, die die Gruppe kurz nach Mitternacht erreichte. Dort beschrieb Pfr. Joachim Naurath, der die Gruppe zum letzten Mal führte, die Feiertage zwischen Gründonnerstag und dem Osterfest als eine Zeit intensivster Gefühle – von Trauer zur Freude, von Leid zur Hoffnung, vom Tod zum Leben. Nach der letzten Etappe gab es in Weinbach dann die abschließende gemeinsame Brotzeit mit Zeit zum Gespräch und dem guten Gefühl, mit der Pilgerwanderung einen spirituell geprägten Start für die kommenden Feiertage miterlebt zu haben.