Leonie Blömacher: Neue Gemeindepädagogin im Dekanat an der Lahn

veröffentlicht 20.02.2026 von Clemens von Dressler, Ev. Dekanat an der Lahn

Mit Leonie Blömacher hat der Gemeindepädagogische Dienst im Evangelischen Dekanat an der Lahn eine neue Mitarbeiterin gewonnen. Die 29-jährige Religionspädagogin wird vor allem im Nachbarschaftsraum Nord-West tätig sein und dort unter anderem in der Konfirmandenarbeit ihren Schwerpunkt setzen.

Aufgewachsen in Dauborn, ist sie von Kindheit an mit kirchlicher Gemeindearbeit vertraut. Ferienspiele, Kindergottesdienste und die eigene Konfirmandenzeit prägten früh ihren Weg.

Nach sieben Jahren in Berlin, wo sie Evangelische Religionspädagogik studierte und neue fachliche wie persönliche Perspektiven gewinnen konnte, kehrt sie nun bewusst in die Region Limburg zurück – mit dem Wunsch, hier anzukommen, zu bleiben und langfristig sesshaft zu werden.

Der Entschluss, Gemeindepädagogin zu werden, ist aus ihrer eigenen Glaubensbiografie gewachsen. Sie hat erfahren, wie wertvoll Räume sind, in denen Fragen gestellt werden dürfen, Zweifel Platz haben und Gemeinschaft trägt. Besonders prägend war für sie die Begleitung junger Menschen auf ihrem Glaubensweg, etwa bei Ferienspielen oder in anderen gemeindlichen Zusammenhängen. Zu erleben, wie Glaube lebendig wird und Menschen stärkt, bestärkte sie in ihrer Berufswahl.

Schwerpunkt Konfiarbeit und Kirche als sicherer Ort

An der Arbeit mit jungen Menschen reizt sie vor allem deren Offenheit und Direktheit. Gerade die Konfiarbeit versteht sie als besondere Lebensphase zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, in der sich viele grundlegende Fragen stellen. Diese Zeit begleiten zu dürfen und gemeinsam nach Antworten zu suchen, empfindet sie als sehr wertvoll. Ihr Ziel ist es, junge Menschen zu ermutigen, ihren eigenen Glaubensweg zu entdecken – ohne Druck, aber mit Vertrauen.

Wichtig ist ihr dabei, dass junge Menschen erleben: Ich werde gesehen. Ich werde ernst genommen. Meine Fragen sind erlaubt. Kirche soll für sie ein Ort sein, an dem Menschen sich angenommen fühlen – unabhängig von Herkunft, Identität oder Lebensform.

Persönlicher Glaube, Familie und Ausblick

Ihren persönlichen Glauben beschreibt sie als Weg des Vertrauens. „In unsicheren Zeiten schenkt er mir Orientierung“, erläutert sie. Eine Haltung der Dankbarkeit hilft ihr, den Blick auf das zu richten, was trägt und Hoffnung gibt – auch inmitten von Herausforderungen.

Ausgleich findet sie in ihrer Familie und in der Bewegung. Ihr Sohn, 20 Monate alt, steht im Mittelpunkt ihres Alltags. Gemeinsam sind sie viel draußen unterwegs, mit dem Fahrrad oder in der Natur. Wasser ist für sie ein besonderes Element – sie liebt es zu schwimmen oder Boot zu fahren. Musik, das Erlernen des Klavierspiels und kreatives Gestalten geben ihr Kraft und Inspiration.

Für die kommenden Jahre wünscht sich Leonie Blömacher, gut anzukommen – in den Gemeinden, im Team und in der Region. Vertrauen aufbauen, Brücken zwischen den Gemeinden schlagen und Kirche gemeinsam weiterentwickeln gehören zu ihren Zielen. Vor allem aber hofft sie auf viele lebendige Begegnungen, ehrliche Gespräche und gemeinsames Lachen mit den Menschen, die sie in ihrer neuen Aufgabe kennenlernen wird.