Vom 12. April bis 10. Mai öffnet das Kloster Gnadenthal seine Türen für eine ganz besondere Ikonen-Ausstellung. Anlässlich des 85. Geburtstags des Ikonenschreibers Bruder Elia Beaver werden zwanzig seiner Werke in einer interaktiven Ausstellung zu sehen sein. Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Sonntag nach Ostern, 12. April, um 12 Uhr. Der Theologe und Afrikanist Prof. Dr. Dr. Roland Werner aus Marburg wird in die Welt der Ikonen einführen.
Ikonen sind als Glaubensbekenntnisse in Farbe vor allem in den Ostkirchen verbreitet, spielen aber auch in der ökumenischen Jesus-Bruderschaft Gnadenthal eine Rolle. „Was die Bibel durch das Wort vermittelt, zeigen Ikonen durch Farbe und Bild. Sie sind wie ein Fenster zum Himmel und fördern das Gebet“, so Bruder Elia Beaver, der über 30 Jahre in einer Außenstation des Klosters Gnadenthal in Israel lebte und seit 2020 wieder zurück in Deutschland ist. Verehrt würde nach christlicher Tradition nicht das Bild, sondern die dahinterstehende Wirklichkeit. Um diese Erfahrung zu ermöglichen, wird die Galerie des Klosters Gnadenthal eigens umgestaltet. „Wir wollen den Besuchern einen ganz persönlichen Weg durch die Ausstellung ermöglichen, damit sie Ruhe und Zeit haben, die Ikonen zu betrachten. Dieser Weg durch die Galerie endet mit der letzten Station in der Klosterkirche“, so Pfarrer Thomas Drumm, theologischer Leiter der Jesus-Bruderschaft.
Der Eintritt ist frei, der Zugang ist über die Klosterbuchhandlung möglich und orientiert sich an deren Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 14 bis 17.45 Uhr, samstags 14 bis 17 Uhr, sonntags 11.30 bis 13 Uhr. In der Buchhandlung werden Kunstdrucke von den Ikonen sowie ein Leporello mit ausgewählten Ikonen von Bruder Elia angeboten.