In einem kurzweiligen Gottesdienst packte Gemeindepfarrer Ulrich Finger die Geschichte und die Bedeutung des Gemeindehauses und das bekannte Gesangbuchlied „Komm, bau ein Haus“ in seine Predigt. Um natürlich auch vielfältige Bezüge herzustellen zu den Psalmen des alten Bundes und der Bedeutung der Gleichnisse Jesu für das Leben seiner Gemeinde. Musikalisch ausgestaltet wurde der Gottesdienst durch Wolfgang Ander an der Orgel und den Kirchenchor Weyer unter Leitung von Nicole Ebel.
Las sich der Zeitungsbericht über die Einweihung 25 Jahre zuvor noch wie eine Aneinanderreihung von Daten und Fakten: 1250 Kubikmeter umbauter Raum, Bausumme 720 000 Mark, Fördermittel aus der Dorferneuerung von 190 000 Mark – so ist dieser Bau doch nur dann bedeutsam, wenn er mit Leben gefüllt ist.
Und das kann man beim Evangelischen Gemeindehaus Weyer schon sagen: Es ist ein Dorfmittelpunkt, in dem fast täglich Leben drinnen ist. Von Krabbelgruppe bis zum gemeinsamen Mittagstisch, von Kirchenvorstandssitzung bis zum Heringsessen am Aschermittwoch, Konfi-Unterricht und Gymnastik, Familienfeiern und Gottesdienste, Chorproben – und für einige Jahre war sogar die Sparkassenfiliale im Pfarrbüro untergebracht.
Nach dem Gottesdienst in der Kirche zog die Gemeinde dann hinab zum Evangelischen Gemeindehaus, wo für den Kirchenvorstand Dorothea Roth begrüßte und für das Evangelische Dekanat an der Lahn Dekan Johannes Jochemczyck ein Grußwort sprach, bevor dann Gemeindepfarrer Ulrich Finger den „Haussegen“ noch einmal erneuerte.
Im Gemeindehaus gab es neben Kaffee und Kuchen auch eine sehenswerte Bilderausstellung: Eckart Kahlheber hatte vor gut 25 Jahren den Neubau des Gemeindehauses mit seinem Fotoapparat begleitet und die Bilder und viele Texte zu einem „Fotobuch“ zusammengefasst. Und da diese Bilder nun in Vergrößerung die Wände in Gemeindehaus zierten, gab es viel zu sehen.
Und natürlich wurde das deutlich, was damals schon wichtig war: Das Gemeindehaus ist ein Ort der Begegnung und der Gemeinschaft – unter Gottes Segen.