Evangelisches Dekanat an der Lahn

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanats zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

    AngeboteÜbersicht
    Menümobile menu

    Wechsel im Autorenteam

    Nach 90 Sonntagsgrüßen in der Zeitung und auf unserer Website verabschiedet sich Pfarrerin Claudia Gierke-Heinrich aus unserem Autorenkreis. Neu hinzu kommt Johannes Jochemczyk, evangelischer Gemeindepfarrer in Hadamar-Nord. Er wird ab dem 19.02.2022 die Termine von Frau Gierke-Heinrich übernehmen.
    Wir danken Claudia Gierke-Heinrich an dieser Stelle für Ihre immer erfrischenden Beiträge und heißen ihren Nachfolger Johannes Jochemczyk herzlich willkommen.

    Klare Worte

    19.02.2022 / Pfarrer Johannes Jochemczyk

    Aha, interessant! Sie lesen also den Gruß zum Sonntag!
    Vielleicht sind Sie rein zufällig hier herein gestolpert und ertappen sich gerade dabei, wie Sie weiter lesen, um zu erfahren, was denn noch kommen möge. Könnte aber auch sein, dass Sie ein kritischer Geist sind und den Gruß zum Sonntag bewusst immer deswegen lesen, um Munition gegen die Kirche zu sammeln: Mal wieder sehen, welche Sonntagsreden die Pfarrer diesmal halten! Ja, Kirche steht unter besonderer Beobachtung in diesen Tagen – zurecht!

    Bestenfalls sind Sie eine/einer der treuen LeserInnen, die beim Durchblättern der Zeitung auf jeden Fall immer hier hängen bleiben, um etwas für den Sonntag mitzunehmen: einen Gedanken, ein gutes Wort, ein bisschen was für’s Herz, was für den Kopf - im besten Fall einen Impuls für den Glauben.

    Nun ist es so, dass ich das erste Mal in dieser Zeitung an dieser Stelle schreiben darf und noch mit mir ringe, was denn wohl der angemessene Gruß für einen Sonntag sein sollte. Ich hoffe, Sie sind mit mir einig, dass es auf keinen Fall eine Sonntagsrede sein sollte, also Worte, die nicht halten, was sie versprechen. Der Gruß zum Sonntag sollte klare, ehrliche und wahre Wort beinhalten, genauso wie wir alle ja am Besten in klaren, ehrlichen und wahren Worten uns miteinander unterhalten sollten.

    Denn an der Wahrheit krankt, wie ich meine, unsere Zeit. Ehrliche Worte, also Worte, auf die man sich wirklich verlassen kann, sind rar geworden. Denken sie z.B. an die Ukraine Krise, die uns in den letzten Tagen den Atem stocken lässt.

    Worte und Taten klaffen in diesem Zusammenhang meilenweit auseinander und man weiß gar nicht, ob man Worten aus dem Munde wichtiger Politiker überhaupt Glauben schenken kann. Ich zumindest bin ratlos und weiß kaum, was man dazu sagen sollte - mir bleiben die Worte förmlich im Halse stecken.

    Generell wünschen wir uns doch alle klare und ehrliche Worte im Umgang miteinander. Keiner möchte gerne über den Tisch gezogen werden. Es sollte ehrlich zugehen, sei es im persönlichen, privaten Bereich, sei es im Bereich der Politik und Öffentlichkeit, ja und natürlich auch im Bereich der Kirchen, selbst dann wenn dies schmerzhaft ist. Damit handeln wir aber gleichzeitig auch im Sinne Jesu. Er hat einmal gesagt. „Euer Ja sei ein Ja! Und euer Nein sei ein Nein! Alles andere ist nicht gut!“ Wie Recht er hat. Bemühen wir uns also um klare Worte. Das tut uns allen gut.
    Ihr Johannes Jochemczyk, Pfr

    Diese Seite:Download PDFDrucken

    to top